Zielvereinbarungen im Mentoring

Die Formulierung klarer Ziele und Erwartungen ist im Mentoring ebenso wichtig wie im Coaching oder im Projektmanagement. Auf eine kurze Formel gebracht: SMART sollten die Ziele der Mentees sein - das bedeutet: Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch und Terminiert. Gerade im Mentoring ist es für die Beziehungsgestaltung wichtig, die Erwartungen deutlich zu benennen, um Missverständnissen und Enttäuschungen vorzubeugen. Sagt ein Mentee beispielsweise: "Ich möchte durch das Mentoring mein Netzwerk erweitern", so kann sich das lediglich auf Netzwerktreffen im Rahmen des Mentoring-Programms beziehen oder ganz konkret mit der Erwartung verbunden sein, dass die Mentorin freien Zugang zu den eigenen Netzwerken eröffnet oder den Mentee zu Konferenzen und Meetings mitnimmt. Ein anderes Beispiel wäre das allgemein formulierte Ziel, Unterstützung beim Berufseinstieg oder der Masterarbeit zu erhalten - die Bandbreite an möglichen Erwartungen ist dabei sicher deutlich.

Hier gilt es für die Mentorin, konkret nachzufragen, die Ziele gemeinsam mit dem Mentee realistisch einzuschätzen und eigene Grenzen von Beginn an zu benennen. Ziele des Mentorings sowie die anvisierte Dauer und Frequenz der Treffen sollten schriftlich festgehalten werden, möglichst in einer Mentoring-Vereinbarung. Auf diese Vereinbarung kann nach einer gewissen Zeit für eine Zwischenbilanz zurückgegriffen werden. Ziele können dann noch einmal überprüft und gegebenenfalls nachjustiert werden.