Was unterscheidet Mentoring und Coaching?

Beides ist Beratung und es geht in der Regel um berufsrelevante Themen und Entwicklungsprozesse. In beiden Funktionen ist es wichtig, die zu Beratenden ihrer eigenen Lebensvision folgen zu lassen. Und doch unterscheiden sie sich fundamental voneinander.

Eine Mentorin gibt an den Mentee eigenes Erfahrungswissen weiter. Sie kennt das für den Mentee interessante Berufsfeld, gibt Tipps, verschafft Einblicke und Zugang zu neuen Netzwerken. Ein systemischer Coach gibt nichts von alledem - auch keine Antworten auf die Fragen des Coachees, sondern unterstützt ihn dabei, selbst zu den Antworten zu finden. Ein Coach stellt Fragen – Fragen, die neue Perspektiven sichtbar machen, die den Coachee Denkmuster reflektieren lassen und die innere Stimme stärker zu Gehör bringen.

Coaches haben eine Vielzahl von Methoden, die sie situativ einsetzen können, und eine entsprechende Ausbildung. Mentor*innen verfügen darüber in der Regel nicht. Sie haben hingegen spezifische Kenntnisse und Erfahrungen, von denen die Mentees profitieren können, sei es für Studium, Promotion, Berufseinstieg oder den nächsten Karrieresprung.

Damit sind die Rollen für Coach und Mentor*in klar vergeben. Doch was, wenn der Mentee mit dem Problem zur Mentorin kommt, die eigenen Stärken nicht klar zu sehen, oder unsicher ist, was ihm beruflich wichtig ist? Hier können Mentor*innen auf das Coaching verweisen oder ihre Mentees bei der Selbstklärung dieser Fragen unterstützen. In den nächsten Blog-Einträgen stelle ich Methoden vor, die auch im Mentoring angewendet werden können.